Am 16./17. Juli trafen sich 12 Jugendliche zum Zelten

Bericht von Manuela Sies, Jugendsprecherin des RV Bockhorn

DAS ZELTLAGER   .....und endlich: FOTOS!

Sommer, Sonne, Ferien! Kaum war das Schuljahr zu Ende geriet auch die Jugend des RV Bockhorn in Sommerlaune. Schnell stand für zwölf Nachwuchsreiterinnen im Alter von 9-19 Jahren inklusive mir fest, dass man das schöne Wetter nutzen müsse. Ein Zeltlager erschien allen ideal. Nach fünf Tagen und zwei Treffen war das Lager geplant. Es sollte am 16. und 17. Juli 2003 stattfinden.  Als „Campingplatz“ wurde uns glücklicherweise ein idyllisches Plätzchen am See mit Feuerstelle auf der Reitanlage Sabine Carstens zur Verfügung gestellt.
Am besagten Tag waren alle Camper Feuer und Flamme und selbst die Gewitterwarnungen für den Abend konnte niemanden beeindrucken. Unser Zeltlager war schnell aufgebaut, allerdings erkannten wir zu spät, dass wir zwischen den Zelten mehr Platz hätten lassen sollen, da sich die Schnüre als wahre Stolperfalle entpuppten..... Dies hatte andererseits den Vorteil, dass ungebetene Gäste, die womöglich darauf aus waren uns des nachts zu erschrecken, nicht weit kommen würden.
Am Lagerfeuer grillten wir Würstchen, machten Stockbrot und ließen uns die selbst gemachten Salate schmecken. So gestärkt hieß es jetzt nicht etwa faulenzen. Nein! Zwei Mitglieder der Gruppe hatten sich eine Reiterolympiade ausgedacht, die die Mädchen sowohl geistig als auch körperlich fordern sollte. Es mussten Aufgaben wie „Hürdeneierlauf“ , „Apfeltieftauchen“, ein „Hottequiz“ oder eine „Lügengeschichte“ bewältigt werden. Die einzelnen Stationen waren über die gesamte Reitanlage verteilt und die beiden Mannschaften kämpften ehrgeizig um den Sieg. Alle Reiterinnen hatten einen Riesenspaß, denn wer ist schon mal mit einer Vereinskollegin am Knöchel zusammen gebunden worden und musste gegen ein weiteres Paar ein „Dreibeinrennen“ über den gesamten Reitplatz bestreiten? Oder wer hat seine Freunde jemals in Taucherbrille und –flossen wie von der Tarantel gestochen über die Rennbahn rennen- ääähhh... watscheln – sehen? Auf jeden Fall hoffen wir, dass unsere Fotos etwas geworden sind, damit auch die Besucher dieser Website einen Eindruck davon erhalten wie wir uns amüsiert haben.
Am Ende gewannen die „Power Puff Girls“ mit 20 Sekunden Vorsprung vor den  „Speedy Cowgirls“ und konnten eine Siegerurkunde bzw. eine Trosturkunde entgegen nehmen.
Es stellte sich heraus, dass wir perfektes Timing bewiesen hatten, denn pünktlich zum Ende der letzten Aufgabe, dem „Speedbootrennen“, setzte das Donnergrollen ein. Hätte es eine Disziplin namens „Zeltlagerabbau inklusive Flucht in die Klause“ gegeben, wir hätten sie in Rekordzeit gemeistert.  Das zunehmende Grollen und die hellen Blitze am Himmel machten der gesamten Gruppe gehörig Beine. Manche verliehen ihrer Panik mit Ausrufen wie: „Hilfe! Ich will rein!“ Ausdruck. Als wir unser Lager in die Reiterklause verlegt hatten, waren wir froh, dass wir Petrus ein Schnippchen geschlagen hatten und warteten auf das Unwetter, das da kommen möge. Und was kam? Zehn Regentropfen und Mücken in biblischen Ausmaßen. Doch auch das konnte die hartgesottenen Nachwuchsreiterinnen nicht beeindrucken. Es stellte sich sogar heraus, dass die Mädchen es besser fanden, zusammen in einem Raum statt getrennt in den Zelten zu schlafen. Es wurde Grusel- und Rätselgeschichten erzählt, im Dunkeln auf dem Springplatz Ball gespielt und die Mutigsten unternahmen eine Nachtwanderung auf der Rennbahn. Vor allem die Jüngsten hatten im Vorfeld die Absicht geäußert, ihren eigenen Rekord brechen zu wollen und die ganze Nacht aufzubleiben. Die Betonung liegt auf „im Vorfeld“, denn letztendlich blieben nur zwei Mädchen übrig, die aber doch um 4. 45 Uhr einschliefen. Sie hatten versucht, sich mit Exkursionen in die dunkle Reithalle wach zu halten. Allerdings waren sie schnell mit der Begründung dort hinten in der Ecke sei etwas zurück. Dieses gruselige Etwas stellte sich als gefährlicher Hocker heraus.
Es hat zwar keiner geschafft, die ganze Nacht wach zu bleiben, aber mehr als vier Stunden hat auch niemand schlafen können. Dem erholsamen Schlaf standen Luftmatratzen, aus denen die Luft entwich (immerhin drei!) und Schwärme blutrünstiger Mücken im Wege.
Wer sich also gewundert hat, warum die Bockhorner Jugend am Donnerstag leicht verschlafen durch den Stall schlich oder gähnend auf den Pferden saß, hat jetzt den Grund dafür erfahren.
Den krönenden Abschluss unseres „Klausenlagers“ bildete ein ausgiebiges Frühstück mit warmen Brötchen.
Ich denke ich spreche für alle Camper, wenn ich sage, dass wir sehr viel Spaß hatten und dass so etwas unbedingt wiederholt werden sollte!!!!   

> Fotogalerien
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Anm. des Webmasters:
Ein Zeltlager werden wir bei genügend Interesse ins Vereinsprogramm für nächstes Jahr aufnehmen! Bitte schreibt uns Eure Meinung!
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Die Beschreibung der Reiterolympiade und die Lügengeschichte haben wir für Interessierte im Folgenden aufgeführt. Viel Spaß beim Lesen!

 

REITEROLYMPIADE

1.    Pferdequiz am Zeltlager:
Es werden jeder Mannschaft verschiedene Fragen gestellt. Die Verlierermannschaft erhält zehn Strafsekunden.

2.    Hürdeneierlauf:
Es müssen Ostereier erfolgreich durch einen Springparcours balanciert werden.
ACHTUNG: Es handelt sich um ein Zeitspringen! Pro heruntergefallenem Ei zwei Strafsekunden
!

3.     (a) Dreibeinrennen:
Je zwei Mannschaftsmitglieder werden aneinander gebunden. Die beiden Paare „sprinten“ um die Wette zum anderen Ende des Reitplatzes zum „Tieftauchbecken“
(b) Apfeltieftauchen: Die „Dreibeiner“ müssen nach Äpfeln tauchen. Sind sie erfolgreich geborgen, wird der nächste Partner abgeklatscht.
(c) Drahteselrennen: Der Mitspieler muss mit dem Drahtesel so schnell wie möglich zur Rennbahn fahren.
(d) Taucherstaffel: Der Fahrradfahrer springt vom Rad und zieht sich die Taucherausrüstung an. Er watschelt so schnell er kann zu seinem Mitspieler, der bereits auf der Rennbahn wartet. Mit ihm tauscht er die Ausrüstung und der nächste Partner „rennt“ zurück, um dort seinen Partner abzulösen. Die Staffel ist vorüber, wenn jeder einmal dran war.
ACHTUNG: Die Rennen 3a bis d gelten als eine Etappe, d.h. es wird nur eine Zeit für alle drei gestoppt! Schnelligkeit ist also angesagt!

4.     (a) Schubkarrenrennen: Ein Spieler schiebt, der andere stellt die Schubkarre dar. Ein Slalomparcours ist zu bewältigen.
(b) Sackhüpfen: Die „Schieber“ müssen hüpfend eine bestimmte Strecke zurücklegen.
ACHTUNG: Auch hier gelten wieder beide Rennen als eine Etappe!

5.     Lügengeschichte: Den Mannschaften wird eine Geschichte vorgelesen, in der Fehler versteckt sind. Sie rufen „Stopp!“, wenn sie meinen , einen entdeckt zu haben. Dann berichtigen sie die Stelle. Jeder nicht gefundene Fehler,  bzw. jede falsche Antwort bringt der Mannschaft zwei Strafsekunden ein.

6.     Speedbootrennen: Einmal so schnell wie möglich zum Springbrunnen, drum herum und zurück paddeln.
Gewonnen hat die Mannschaft mit der niedrigsten Gesamtzeit!

 

LÜGENGESCHICHTE

Der Großvater des Pferdes lebte vor 50 Millionen Jahren. Er war Pflanzenfresser und nicht größer als ein Hase. Über verschiedenen Entwicklungsphasen entwickelte sich das Pferd zu dem Haustier, wie wir es heute kennen.
Der Herdentrieb, also das Bedürfnis in der sicheren Gruppe zu leben, hat sich in den letzten 300.000 Jahren stark verändert. Das Pferd wurde zum Einzelgänger.
Im Verlauf seiner Entwicklung lernte das Pferd „sprechen“, um sich auch in unwegsamen Gelände oder über große Entfernungen mit seinen Artgenossen verständigen zu können. Das Wiehern ist heute sein Markenzeichen. Wenn der Reiter sich der Box seines Pferdes nähert und es ihm entgegen wiehert, weiß er sofort, dass sein Freund heute schlechtgelaunt ist und keine Lust zum Arbeiten hat.
Schafft man es dann doch noch sein Pferd zu motivieren, wird es zuerst gesattelt, gestriegelt und dann getrenst.
Für Anfänger benutzt man für gewöhnlich eine Kandare, da sie als einfachste und ungefährlichste Zäumung gilt. Der tiefste Punkt des Sattels sollte ungefähr auf dem tiefsten Punkt des Pferderückens liegen.
Nun kommt die Ersteigung des Pferderückens. Aufgestiegen wird grundsätzlich in der Stallgasse, danach wird der Sattelgurt strammgezogen. Zum Anreiten rammt man dem Pferd die Sporen in die Rippen.
Bevor man richtig anfängt zu arbeiten, benötigt das Pferd eine etwa 15minütige Aufwärmphase im Schritt. Anschließend wird das Pferd im Leichttrab vorwärts-abwärts geritten. Nach dieser Lösungsphase folgt die Arbeitsphase, in der ausgesessen wird. Nun kann der Reitanfänger mit einfachen Übungen beginnen:

Seine Kandarenzügel fest in der Hand haltend passagiert und piaffiert er durch das Viereck.
Zum Schluss lässt der Reiter die Zügel-aus-der-Hand-kauen. Dabei soll sich das Pferd vorwärts-abwärts dehnen. Nun lobt der Reitschüler sein Pferd, stellt es in die Box und geht nach Hause.

10 Fehler

von Manuela Sies

 

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