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Zeitungsbericht: Friesländer
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Reitschule Sabine Carstens: Seit über 20 Jahren Treffpunkt
für Pferdefreunde
Das
Sprichwort „das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der
Pferde“ gilt auch in Bockhorn. Seit 21 Jahren ist die
Reitanlage im Fasanenweg ein fester Anlaufpunkt für
Pferdebegeisterte. Ob Freizeitreiten, Springen, Dressur
oder Voltigieren – es ist für jeden etwas dabei.
Schon
früh entdeckte Sabine Carstens ihre Leidenschaft für
Pferde – nur sollte es bei ihr nicht nur ein Hobby
bleiben. 1982 legte sie nach ihrer Ausbildung bei Otto
Ammermann die Prüfung zur Pferdewirtin mit dem Schwerpunkt
Reiten ab und machte sich 1983 mit ihrer eigenen
Reitschule selbständig. Um Turniere auf der Anlage der
Familie Carstens selbst veranstalten und auch an
Wettkämpfen anderer Vereine teilnehmen zu können, gründete
man 1984 mit 13 Mitgliedern den Reitverein Bockhorn.
Fortan stellte Sabine Carstens ihre Anlage für
Veranstaltungen zur Verfügung.
Reitschule mit vielfältigem Angebot
Diese
Zusammenarbeit ist bis heute bestehen geblieben.
Mittlerweile hat der Verein 251 Mitglieder, die Tendenz
steigt. Der große Zulauf an lernwilligen Schülern ist
nicht zuletzt durch das vielfältige Unterrichts- und
Ausbildungsangebot der Reitschule zu erklären. Es besteht
die Möglichkeit, Einzel- oder Gruppenstunden auf Schul-
und Privatpferden zu nehmen, auch ohne Vereinsmitglied zu
sein. Für die Vorsichtigeren werden ebenfalls
Longenstunden angeboten, um zuerst das Vertrauen zwischen
Pferd und Reiter zu festigen. „Wenn jemand mit dem Reiten
beginnen will, gibt es keine Altersbeschränkungen,“ so
Sabine Carstens „ich habe auch viele Erwachsene, die
gerade erst eingestiegen sind.“
Des
Weiteren ist auch die Ausbildung und der Beritt von
Privatpferden möglich. Auf Anfrage Werden die Pferde auf
Turnieren oder Stutleistungsprüfungen vorgestellt. Auch
Reitern, die bei der Auswahl des passenden Pferdes die
Meinung eines Erfahrenen brauchen, kann geholfen werden. „
Bei Bedarf stehe ich gerne beratend zur Seite,“ erklärt
Sabine Carstens.
Ponystunden für die Kleinsten
Ein
besonderes Augenmerk wird auf die Schulung der Reiter und
die Förderung des Nachwuchses gelegt. Der Jugendwart Ralf
Carstens ist der Auffassung, man solle das Interesse der
Jugendlichen, die etwa die Hälfte der Vereinsmitglieder
ausmachen, fördern. Dies wird auf der Reitanlage praktisch
umgesetzt. So findet dienstags immer eine Ponystunde für
die „Junioren“ statt. Die Jüngsten sind hier sechs Jahre
alt- allerdings stehen keine Schulponies zur Verfügung,
ein eigenes muss vorhanden sein. Außerdem werden
regelmäßig Reitabzeichen und das kleine bzw. das große
Hufeisen abgenommen.
Reitanlage genügt hohen Ansprüchen
Während
der letzten 21 Jahre setze man in der Reitschule immer auf
Einfallsreichtum und Flexibilität, um sich den wandelnden
Bedürfnissen von Pferd und Reiter anzupassen. So wurde die
Anlage Stück für Stück erweitert und verfügt mittlerweile
über einen Stall mit 43 Boxen, eine 20x60 Meter große
Reithalle, einen Longierzirkel und für die Genießer unter
der Vierbeinern steht ein Solarium zur Verfügung. Auch
diejenigen, die gern unter freiem Himmel reiten, kommen
auf ihre Kosten. Es stehen zwei Dressurplätze sowie ein
großer Springplatz zur Verfügung. Auf dem Gelände der
Reitschule sind 1000 Meter lange Reitwege mit
Wassereinsprung und Hügeln zu finden. Artgerechte Haltung
wird ebenfalls großgeschrieben. Der Reitstall verfügt
insgesamt über 12 Koppeln, die den ganzen Sommer genutzt
werden können. Auch im Winter besteht die Möglichkeit, die
Pferde auf den Paddock zu stellen.
Sabine
Carstens betont, der Betrieb sei kein reiner Turnierstall:
„Auch Freizeitreiter kommen bei uns auf ihre Kosten.“
Erfolgreiche Reiter
Das
Konzept geht auf. Inzwischen können Einzelerfolge bis
Klasse M vorgewiesen werden. Die Mannschaften des Vereins
können sich bis einschließlich der Klasse L behaupten, die
Jugendmannschaften nehmen seit Jahren erfolgreich am
Wettkampf um die Kreisjugendstandarte teil. Auch die
Inhaberin der Reitschule persönlich kann einige Erfolge
vorweisen. So wurde sie im vergangenen Jahr
Vizekreismeisterin in Jever und Oldenburger
Landesmeisterin in Rastede. „Das war mein persönliches
Highlight,“ erinnert sie sich.
Sowohl
das große Turnier mit Prüfungen bis Klasse M im Mai als
auch das Voltigierturnier mit parallel verlaufenden
Dressur- und Springprüfungen der Klasse E im Juni sind gut
besucht und das jährliche stattfindende vereinsinterne
Weihnachtsreiten erfreut sich reger Teilnahme.
Sabine Carstens kann also zuversichtlich in die Zukunft
blicken. Nur einen Wunsch hat sie: „Ich möchte, dass wir
in diesem Jahr wieder um die Kreisjugendstandarte kämpfen
können.“
Manuela
Sies (Friesländer Bote)
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